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	<title>Besser 2.0 &#187; informationsarchitektur</title>
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		<title>Orientierung durch Navigation im Intranet</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 08:13:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Lindenhahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Card-Sorting]]></category>
		<category><![CDATA[IA]]></category>
		<category><![CDATA[Information Architecture]]></category>
		<category><![CDATA[informationsarchitektur]]></category>
		<category><![CDATA[Intranet]]></category>
		<category><![CDATA[Navigation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Intranet]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Intranet-Projekt hat viele Baustellen – eine davon ist das Thema <strong>&#8220;Navigation&#8221;</strong> – das ich heute ein wenig beleuchten werde. Bevor ich darauf eingehe, möchte ich kurz ein paar Worte zu den Begriffen Informationsarchitektur (IA) und Navigation verlieren. Oft kommen Fragen aus den Fachabteilungen auf wie z.B.: Was bedeutet denn eigentlich IA? In welchem Zusammenhang steht IA mit Navigation? Wie grenzen sich diese Begriffe voneinander ab – grenzen sie sich überhaupt ab? Was ist mit Usability – ist das auch ein Thema der IA? Um nur wenige Beispiele zu nennen.</p>
<p><a href="http://louisrosenfeld.com/home/">Louis Rosenfeld</a> gibt meiner Meinung nach eine angemessene Begriffsdefinition ab – ihm zufolge ist IA</p>
<blockquote><p>The art and science of structuring, organizing and labeling information to help people find and manage it.</p></blockquote>
<p>IA bedeutet demzufolge, verschiedenste Inhalte in einer gewissen Art und Weise so thematisch zu strukturieren und zu organisieren, dass diese dem Nutzer leicht zugänglich gemacht werden können. Eine Interpretationsmöglichkeit dieser relativ einfachen Definition ist, dass Informationsarchitektur eigentlich kein großes Thema bei einem Intranet-Relaunch ist. Bei näherer Betrachtung des Schwerpunktes <strong>&#8220;Organisieren&#8221;</strong> von Inhalten, wird diese Annahme jedoch revidiert (siehe folgende Abbildung).</p>
<p style="text-align: left">
<p style="text-align: center"><img class="size-full wp-image-1839   aligncenter" src="http://www.besser20.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild01.jpg" alt=" Begriffe zum Thema IA" width="425" height="265" /></p>
<p><span id="more-1838"></span>Zum einen ist es wichtig eine gute Basis für eine IA zu schaffen (z. B. Metainformationskonzept und Taxonomie), zum anderen müssen diese Informationen benutzerfreundlich abgebildet werden, um eine weitere Verwendung und Verarbeitungen zu gewährleisten. Auf eine tiefgehende Betrachtung der Begriffe Taxonomie, Ontologie etc. möchte ich an dieser Stelle verzichten. Hierzu folgen in Zukunft noch weitere Artikel auf unseren Blog.</p>
<p style="text-align: left">
<h1><span style="color: #000000"><strong>Navigation</strong></span></h1>
<p>Wie der Name schon sagt, geht es beim Thema &#8220;Navigation&#8221; um das eigentliche Navigieren innerhalb eines Systems. Somit ist Navigation ein Werkzeug, das die Nutzer in die Lage versetzt, Informationen die sie benötigen zu finden. Im Prinzip ist Navigation wie eine Art Stadtplan, der einem Nutzer zeigt, wie er von A nach B kommt. Dabei gibt es verschiedenste Wege um ein (bekanntes) Ziel zu erreichen – den normalen Weg, diverse Abkürzungen und die ungeplanten Strecken. Was damit gemeint ist? Der &#8220;normale&#8221; Weg wird bspw. durch den Navigationsbaum beschrieben, d.h. Nutzer klicken sich durch eine horizontale und vertikale Navigation um schließlich ihr Ziel zu erreichen. Die Abkürzung beschreibt einen direkten Weg – z.B. kann eine Inhalts-Seite durch einen direkten Link auf der Startseite erreicht werden. Die Abkürzung führt dementsprechend schnell zum Ziel. Mit den „ungeplanten“ Strecken meine ich Navigations-Elemente wie &#8220;Verwandte Themen&#8221; oder &#8220;Siehe auch&#8221;.</p>
<p>Diese Metapher zeigt, dass Navigation mehr ist als nur der eigentliche Navigationsbaum. Daher besteht eine gute Navigation im Intranet aus mehreren Elementen. All diese Elemente ermöglichen einen einfachen und intuitiven Umgang der Nutzer mit dem Intranet.</p>
<p><strong>Beispiele für Navigations-Elemente:</strong></p>
<ul>
<li>Haupt-Navigation (Top-Navigation und Themen/Bereichs-Navigation)</li>
<li>Breadcrumb-Navigation</li>
<li>&#8220;Schaufenster-Navigation&#8221;</li>
<li>Kontextabhängige Navigation wie z.B. &#8220;Siehe auch&#8221;</li>
<li>Service-Navigation</li>
<li>Personalisierte Navigationselemente</li>
<li>Tag-Cloud-Navigation</li>
<li>Suche</li>
</ul>
<p>Die folgende Abbildung zeigt exemplarisch eine <strong>Bereichs-Startseite</strong> der Abteilung Human Resources. Das &#8220;Schaufenster&#8221; ist hierbei eine Art Quick-Link-Sammlung und enthält die wichtigsten Links zu Inhalten in diesem Bereich.</p>
<p style="text-align: left"><a rel="attachment wp-att-1844" href="http://www.besser20.de/orientierung-im-intranet/1838/bild02/"><img class="size-large wp-image-1844 aligncenter" src="http://www.besser20.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild02-1024x547.jpg" alt="Bereich-Startseite Personal (Navigations-Elemente)" width="581" height="311" /></a></p>
<p>Ein Element der Navigation ist die Haupt-Navigation. Diese besteht im Regelfall aus zwei Elementen:</p>
<ol>
<li>Top-Navigation</li>
<li>Themen- und Bereichs-Navigation</li>
</ol>
<p>Ziel muss es sein, eine <strong>robuste</strong> und <strong>themenorientierte</strong> Hauptnavigation zu entwickeln, die auch für die Mehrzahl der Nutzer verständlich ist. Umso wichtiger ist es, dass die Oberbegriffe eindeutig, verständlich und überschneidungsfrei formuliert sind. Das ist für jedes Unternehmen eine Herausforderung, weil jeder Mitarbeiter eine eigene Sicht auf das Unternehmen hat. Die Entwicklung einer, für alle Nutzer idealen, Hauptnavigation ist ein nicht zu erreichendes Ziel. Daher ist es umso wichtiger einen guten Kompromiss für die breite Masse zu entwickeln. <span style="color: #000000"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="color: #000000"><strong>ABER wie kommt man da hin?</strong></span></p>
<h1><strong>Vom Card-Sorting zur Top-Navigation</strong></h1>
<p><em>Allgemein</em></p>
<p>Ein bewährtes Mittel zur Entwicklung einer neuen Hauptnavigation ist die Card-Sorting Methode. Card-Sorting bedeutet vereinfacht: Teilnehmer müssen Karten auf denen Begriffe stehen thematisch sortieren. Dabei gibt es, je nach Rahmenbedingungen, folgende Varianten der Durchführung:</p>
<ul>
<li>Offen vs. Geschlossen</li>
<li>Workshop vs. Online</li>
</ul>
<p>Bei einem offenen Card-Sorting gibt es keine Vorschriften bzgl. der Strukturierung der Begriffe, d.h. die Teilnehmer gruppieren die vorgegebenen Begriffe und geben den gebildeten Gruppen anschließend einen Namen (Oberbegriffe). Im Gegensatz dazu werden bei einem geschlossenen Card-Sorting die Gruppen (Oberbegriffe) vorgegeben und die Teilnehmer müssen die Begriffe diesen Gruppen zuordnen. Erfahrungsgemäß empfehlen wir bei einem geschlossenen Card-Sorting eine leichte <strong>&#8220;Auflockerung&#8221;</strong>, indem eine Gruppe <strong>&#8220;Wohin mit dem Begriff&#8221;</strong> angeboten wird. Somit ist der Teilnehmer nicht gezwungen, einen für ihn unklaren Begriff, einer Gruppe zuzuordnen. Dies hat zudem den Vorteil, dass z.B. unklare Begriffe oder auch veraltete Themen identifiziert werden können</p>
<p>Unabhängig davon ob offen oder geschlossen, kann ein Card-Sorting sowohl im Rahmen eines Workshops oder Online durchgeführt werden. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Bei einem Workshop können <strong>Gestiken, Mimiken und Reaktionen</strong> der Teilnehmer während des Prozesses wahrgenommen werden. Beispielsweise kann anhand der Körperhaltung Interesse oder Abneigung zu einem Thema interpretiert werden. Zudem kann die Non-Verbale-Kommunikation auch auf Probleme und Schwierigkeiten hinweisen, wenn z.B. ein Teilnehmer mehrere Minuten lang keine Begriffe mehr sortiert hat und ein &#8220;großes Fragezeichen&#8221; im Gesicht hat. Hier kann der Moderator sofort einwirken und die Situation hinterfragen. Inhaltlich kommt es bei vielen Kunden immer wieder vor, dass die Teilnehmer der Meinung sind, dass gewisse Themen so relevant sind, dass diese auf der Intranet-Startseite platziert werden müssen (z.B. im Sinne von Widgets). Hier kann der Moderator sofort reagieren und erklären, warum eine Zuordnung dennoch erforderlich ist. Zudem sind diese &#8220;Randinformationen&#8221; wichtig für die Planung eines Intranets. Ein wesentlicher Vorteil der Online-Variante ist, dass mit geringem Aufwand ein großer Nutzerkreis teilnehmen kann.</p>
<p><em>Vorgehensweise (offenes/geschlossenes Card-Sorting)<br />
</em></p>
<p>Bei Workshops zu einem <strong>offenen oder geschlossenen Card-Sorting</strong> empfehlen wir folgende <strong>Vorgehensweise</strong>:</p>
<ol>
<li>Jeder Teilnehmer gruppiert die Begriffe und gibt den Gruppen einen Namen (Oberbegriffe).</li>
<li>Jeder Teilnehmer stellt sein Ergebnis kurz der Teilnehmergruppe vor:<br />
<em>Warum diese Gruppierung und keine andere?<br />
Wobei gab es Schwierigkeiten?<br />
Welche Begriffe waren unklar?<br />
Welche wichtigen Themen fehlen?</em></li>
<li>Nur bei einem offenen Card-Sorting zu beachten: Zum Abschluss, erfolgt eine Konsolidierung aller Einzelergebnisse, um schließlich z.B. eine gemeinsame Top-Navigation zu entwickeln. Das Konsolidieren erfolgt in der Gruppe, aber mit Unterstützung der Experten (Moderatoren).<strong> Wichtiger Hinweis:</strong> Die Konsolidierung der Einzelergebnisse erfolgt ausschließlich anhand der Oberbegriffe. Dies dient zur Komplexitätsreduzierung und ermöglicht somit z.B. die Entwicklung der Top-Navigation.</li>
</ol>
<p><em>Best Practice</em></p>
<p>Unsere <strong>Best Practice Regeln</strong> für ein <strong>offenes Card-Sorting</strong>:</p>
<ul>
<li>Begriffe in max. 8 Gruppen einsortieren</li>
<li>Untergruppen können erstellt werden (max. eine weitere Ebene)</li>
<li>Oberbegriffe (Name der Gruppen) können auch Begriffe sein</li>
<li>Leere Karten für die Teilnehmer, um fehlende Begriffe zu ergänzen.</li>
<li>Unklare Begriffe nicht zuordnen und zur Seite legen</li>
<li>Zeit: ca. 30 Minuten – kein Problem, wenn es länger dauert</li>
<li>Möglichst für sich arbeiten</li>
</ul>
<p>Aus unseren Erfahrungen empfehlen wir, dass offene Card-Sortings immer im Rahmen von Workshops durchgeführt werden sollten – das liegt vor allem an der Konsolidierung der Einzelergebnisse. Hier besteht eine Notwendigkeit der Kommunikation und einer Diskussion innerhalb des Teilnehmerkreises.</p>
<p>Wie bereits erwähnt, besteht die Hauptnavigation aus den zwei Elementen: 1. Top-Navigation und 2. Themen- und Bereichs-Navigation. Die Anwendung der <strong>Card-Sorting Methode</strong> kann sowohl für <strong>die Entwicklung der Top-Navigation </strong>als auch für die der<strong> Themen- und Bereichs-Navigation</strong> angewendet werden.</p>
<p>Die folgende Abbildung beschreibt schließlich den <strong>Weg vom Card-Sorting hin zur Top-Navigation</strong> (auf Basis unserer Empfehlung).</p>
<p style="text-align: center"><a rel="attachment wp-att-1866" href="http://www.besser20.de/orientierung-im-intranet/1838/bild03/"><img class="aligncenter size-large wp-image-1866" src="http://www.besser20.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild03-1024x1013.jpg" alt="Prozess Card-Sorting" width="430" height="426" /></a></p>
<p>Ein geschlossenes online Card-Sorting eignet sich hervorragend, um z.B. einen ersten Entwurf einer Top-Navigation zu testen. Die Regeln bei der Online-Variante entsprechen denen des Workshops. Mit Hilfe des online Card-Sortings kann eine breite Masse der zukünftigen Nutzer befragt werden. Zudem vermittelt es den Mitarbeitern das Gefühl, ein Teil es Intranet-Projektes zu sein und an der Entwicklung der neuen Top-Navigation beteiligt zu sein. Ein online Card-Sorting ist zudem ein gutes <strong>Kommunikationsmittel</strong>, um die Mitarbeiter über den aktuellen Stand des Intranet-Projektes zu berichten. Die folgende Abbildung zeigt beispielhaft ein geschlossenes online Card-Sorting.</p>
<p style="text-align: center"><a rel="attachment wp-att-1871" href="http://www.besser20.de/orientierung-im-intranet/1838/bild04/"><img class="aligncenter size-large wp-image-1871" src="http://www.besser20.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild04-1024x619.jpg" alt="Online Card-Sorting (geschlossen)" width="491" height="297" /></a></p>
<h1><strong>Wie testet man eine Top-Navigation?</strong></h1>
<p>Weiterhin besteht die Möglichkeit, eine bestehende Top-Navigation gezielt durch Aufgaben zu testen. Das bedeutet, dass die Testpersonen definierte Aufgaben erhalten, die sie zu lösen haben. Wie beim Card-Sorting, kann dieser Test sowohl als Workshop als auch Online durchgeführt werden. Die folgende Abbildung zeigt beispielhaft die Online-Variante mit der Aufgabe: Sie sind neu bei der T-Systems und möchten sich über Ihren Standort informieren. Wo finden Sie Informationen zum Standort Dresden?</p>
<p style="text-align: left">
<p style="text-align: center"><a rel="attachment wp-att-1874" href="http://www.besser20.de/orientierung-im-intranet/1838/bild05/"><img class="size-large wp-image-1874  aligncenter" src="http://www.besser20.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild05-1024x584.jpg" alt="Aufgaben zum Testen einer Top-Navigation" width="614" height="350" /></a></p>
<p>Mit Hilfe von drei Kennzahlen erfolgt schließlich die Bewertung der getesteten Top-Navigation:</p>
<ol>
<li>Zielerreichung, d.h. haben die Testpersonen den richtigen Weg gefunden</li>
<li>Abweichung vom direkten Weg</li>
<li>Zeitaufwand</li>
</ol>
<p>Hierbei sind die ersten beiden Kennzahlen von besonderer Bedeutung bei der Bewertung. Sie zeigen auf, inwieweit der Nutzer auf den ersten Blick den richtigen Weg findet.</p>
<h1><strong>Fazit</strong></h1>
<p>Die Entwicklung einer Hauptnavigation ist <strong>kein Projekt sondern ein Prozess</strong> – d.h. die Navigationsstruktur sollte immer wieder in regelmäßigen Abständen aufs Neue getestet werden. Oftmals erleben wir, dass das Thema Hauptnavigation lediglich als ein Randthema in einem Intranet-Projekt gesehen wird. Unserer Meinung nach, ist die Entwicklung einer aufgaben- und themenorientierten Top-Navigation ein wichtiger <strong>Erfolgsfaktor in einem Intranet-Projekt</strong>. Mit Hilfe der Card-Sorting Methode wird z.B. die Top-Navigation in Zusammenarbeit mit den zukünftigen Nutzern entwickelt und diese somit in den Entwicklungsprozess integriert. Es ist immer wieder schön zu sehen, mit welcher Begeisterung der Großteil der Teilnehmer am Card-Sorting teilnimmt und welche Ergebnisse in der Zusammenarbeit dabei entwickelt werden. Zudem zeigt es auch den Teilnehmern die Komplexität, eine für die Mehrheit der Nutzer verständliche Navigation zu ermitteln.</p>
<p><em>Suche vs. Navigation</em></p>
<p>Bei vielen &#8220;Social Intranets&#8221; steht vor allem eine gute Suche im Vordergrund und nicht die Hauptnavigation. Häufig hören wir Aussagen wie: Wir brauchen vor allem eine gute Suche und weniger eine neue Struktur! ODER Wenn ich meine Informationen über eine gute Suche finde, brauche ich keine Hauptnavigation!</p>
<p>Wir sind dennoch der Meinung, dass beides wichtig ist – ein Großteil der Nutzer benötigt trotz einer guten Suche ein &#8220;Gerüst&#8221; für das Intranet, an dem sich der Nutzer ggf. durchhangeln kann. Zu diesem Thema gibt es sehr viele Meinungen und Studien – hier eine Auswahl von <strong>drei Ansichten</strong>:</p>
<p><strong><a href="http://www.steptwo.com.au/papers/cmb_justsearch/index.html">James Robertson</a> </strong>– einer der weltweit bekanntesten Intranet Berater – sagt hierzu:</p>
<blockquote><p>Without navigation, staff would have no clue what to use the intranet for, or what it could offer them.<strong> </strong></p></blockquote>
<p><a href="http://www.useit.com/alertbox/ia-mistakes.html" target="_self"><strong>Jakob Nielsen’s Alertbox</strong></a>: Top 10 Information Architecture Mistakes – vor allem die ersten beiden Punkte &#8220;No Structure&#8221; und &#8220;Search and Structure Not Integrated&#8221;</p>
<p>&#8220;<strong>The Perfect Search Engine Is Not Enough:</strong> A Study of Orienteering Behavior in Directed Search.&#8221; Die Studie vergleicht Suche (Keyword Search) mit browsing (Directed Search) genannt. Eine Aussage der Studie:<em> </em></p>
<blockquote><p>Instead of jumping directly to their information target using keywords, our participants navigated to their target with small, local steps using their contextual knowledge as a guide, even when they knew exactly what they were looking for in advance. This stepping behavior was especially common for participants with unstructured information organization. The observed advantages of searching by taking small steps include that it allowed users to specify less of their information need and provided a context in which to understand their results.</p></blockquote>
<p><strong>Unsere Meinung dazu:</strong> Ein Intranet-Projekt kann nur dann erfolgreich sein, wenn das Thema Navigation ausreichende Berücksichtigung findet.</p>
<p>Wie ist Ihre Meinung dazu? Haben Sie bereits zu Thema Navigation Erfahrungen gesammelt?</p>
<p>Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen und Meinungen dazu.</p>
<p>Quellen / Interessante Links:</p>
<p><span style="color: #999999"><a href="http://www.optimalworkshop.com/">http://www.optimalworkshop.com/</a> (OptimalSort und Treejack)</span></p>
<p><span style="color: #999999"><a href="http://www.steptwo.com.au/papers/cardsorting/index.html">http://www.steptwo.com.au/papers/cardsorting/index.html</a></span></p>
<p style="text-align: center"> </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das lautlose Geheimnis guter Websites: Was ist eigentlich Informationsarchitektur?</title>
		<link>http://www.besser20.de/das-lautlose-geheimnis-guter-websites-was-ist-eigentlich-informationsarchitektur/804/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 09:19:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[einführungsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[wissensmanagement]]></category>
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		<category><![CDATA[Information Architecture]]></category>
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		<category><![CDATA[Intranet 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Jursa]]></category>
		<category><![CDATA[Navigation]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Information_architecture">Wikipedia</a> glaubt, dann ist Informationsarchitektur auf jeden Fall eine Kunst: „<strong>Information architecture</strong> (<strong>IA</strong>) is the art of expressing a model or concept of information used in activities that require explicit details of complex systems…“. Das klingt zwar eindrucksvoll, aber so ganz schlau bin ich daraus nicht geworden.  Also lieber einen echten Informationsarchitekten fragen. Jan Jursa ist Mitglied des Board of Advisors des <a href="http://iainstitute.org/">internationalen Instituts für Informationsarchitektur</a> und einer der Organisatoren der <a href="http://iakonferenz.org/" target="_blank">Deutschen Konferenz für Informationsarchitektur</a>. Jan arbeitet als Informationsarchitekt für die T-Systems MMS in Berlin und bloggt außerdem zum Thema unter <a href="http://iatelevision.blogspot.com/">IA Television</a> und <a href="http://thehotstrudel.blogspot.com/">The Hot Strudel</a>.</p>
<p><strong>Woran merkt man beim Benutzen einer Website, dass ein guter Informationsarchitekt am Werk war?</strong></p>
<p>Informationsarchitektur (IA) ist, im Gegensatz zu beispielsweise Typografie oder Marketing, lautlos und hält sich meist bescheiden im Hintergrund. So wie, sagen wir mal&#8230; die Leinwand im Kino (Achtung: meine <a href="http://thehotstrudel.blogspot.com/">Blog-Leser</a> fürchten meine schlechten Analogien). Nun, wie muss eine Kinoleinwand gewesen sein, damit es ein guter Film war? Sie muss sicher vorhanden sein, aber niemand wird sie beachten. Erst wenn sie Risse hat und in der Mitte durchhängt wird man merken, dass etwas nicht stimmt.<span id="more-804"></span></p>
<p>Ursprünglich stand der Begriff Informationsarchitektur für das, was wir heute Informationsdesign nennen. Schon bald wurde aber IA als das Strukturieren, Organisieren und Betiteln von Inhalten definiert. Eine effektive IA war und ist also eine Struktur, die sich dem Nutzer nicht in den Weg stellt, sondern hilft innerhalb eines (meist digitalen) Informationssystems ein gewünschtes Ziel zu erreichen.</p>
<p>Heutzutage ist Informationsarchitektur ein umfassender Prozess der Belange von Kunden und Anwendern berücksichtigt. Hierbei wird versucht eine optimale Kommunikationsgrundlage für Business und User zu schaffen. &#8220;Markets are conversations&#8221; heisst es im <a href="http://bit.ly/8bneFR">Cluetrain Manifesto</a>. Diese Konversation zu erleichtern ist die Aufgabe moderner Informationsarchitektur. Vor zehn Jahren nannte Peter Morville (ein bekannter Name in der IA Szene) diesen Prozess &#8220;Big IA&#8221;. Im Gegensatz zu &#8220;Little IA&#8221; welche sich vor allem mit Metadaten, Kontroliertem Vokabular, Labels und so weiter befasst. Heute sind diese Begriffe nicht mehr besonders verbreitet, sie deuten aber gut an wie umfassend und abwechslungsreich das Feld der Informationsarchitektur ist.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-805" title="ExplainIA" src="http://www.besser20.de/wp-content/uploads/2010/01/ExplainIA.jpg" alt="ExplainIA" width="393" height="500" /></p>
<p><em>Auf Flickr läuf aktuell eine </em><a href="http://www.flickr.com/groups/explainia/pool/"><em>Sammlung</em></a><em> der besten Erklärungen von Informationsarchitektur. Hier ein Beitrag von </em><a href="http://www.flickr.com/photos/7819129@N07/"><em>Richard Ingram</em></a><em>.</em></p>
<p><strong>Verglichen mit dem Web vor 10 Jahren, wie hat sich das Thema Informationsarchitektur weiterentwickelt?</strong></p>
<p>Der Begriff des Informationsarchitekten wurde 1975 von Wurman geprägt. 14 Jahre bevor ein Brite in einem Schweizer Labor auf die Idee kam sein Hypertext Projekt ins Internet zu hängen und das ganze „The Web“ zu nennen. Grundsätzlich geht es in der Informationsarchitektur darum, Unverständliches verständlich zu machen. &#8220;<em>Information architecture is to make the the complex clear</em>&#8221; hat der Architekt Wurman in etwa gesagt. Nach meinem Verständnis der Informationsarchitektur hat sich daran im Groben nichts geändert. Im Detail betrachtet, hat sich die Informationsarchitektur von Informationsdesign-lastig zu prozessorientiert bewegt &#8211; was sehr gut ist. Heutzutage sollte Informationsarchitektur Nutzer-Anforderungen <em>und</em> Business Belange berücksichtigen. Es geht nicht nur um Navigation und <em>Findability</em> und Flow und <em>Information Scent</em>. Es geht auch um SEO, Content Strategien und Kommunikation.</p>
<p><strong>Welche neuen Aspekte und Herausforderungen stellen Web 2.0 Anwendungen dar? Gibt es so etwas wie Informationsarchitektur 2.0?</strong></p>
<p>Man findet tatsächlich den Begriff Informationsarchitektur 2.0 im Web, Peter Morville hat 2006 auch schon mal versucht den Begriff IA 3.0 zu etablieren. Zum Glück hat sich beides bislang nicht durchgesetzt. Gesetze von Struktur und Ordnung scheinen zeitlos zu sein. Das Gestaltprinzip der Nähe beispielsweise besagt, dass nahe Objekte als zusammengehörig empfunden werden. Diese Beobachtung ist Technologie-unabhängig. Wenn ich also ein Textfeld in die Nähe eines Eingabefeldes bringe, denken alle die beiden gehören zusammen. Wie früher in der Schule. Wenn man sich zu lange in der Nähe eines bestimmten Mädels aufhielt, galt man gleich als Paar.</p>
<p>Viele Web 2.0 Features und Herausforderungen betreffen eher die Usability einer Website, als deren Informationsarchitektur. Natürlich gibt es im Web 2.0 dynamischere Inhalte und mehr Funktionen als noch vor 6 Jahren. Zusätzlich zu Klick und Doppelklick gibt es jetzt auch &#8220;Drag and Drop&#8221; und &#8220;Pan and Zoom&#8221; und nicht zu vergessen: das Taggen. Freie Verschlagwortung. Aber eine der Kernaufgaben der Informationsarchitektur, das Strukturieren von Informationsräumen hat sich deshalb nicht verändert. Ich gebe allerdings zu, dass Informationsarchitektur im Web 2.0 Zeitalter auch nicht einfacher geworden ist. Wenn alles geht und nichts unmöglich ist, ist es oft schwer sich zu zügeln und auf das Wesentliche zu beschränken. Der moderne Web 2.0 Mensch ist ein Informavor, das heißt, er frisst Informationen (ich höre meine Biologen-Freunde aufschreien…). Aber Information frisst auch etwas, und zwar Aufmerksamkeit. &#8220;<em>A wealth of information creates a poverty of attention</em>&#8220;, sagte der Sozialwissenschaftler Herbert Simon einst. Die Herausforderung von Web 2.0 an Informationsarchitekur und vor allem Usability ist, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.</p>
<p><strong>Welche Unterschiede in der Informationsarchitektur gibt es für Internet Auftritte und Intranets?</strong></p>
<p>Ein Intranet stellt besondere Ansprüche an die Organisation von Inhalten. Zudem leidet es oft an einer seltsamen Mischung aus kollektiver Nichtbeachtung und punktuellem Übereifer Einzelner. Intranets wachsen meist organisch und in jeder Abteilung gibt es Jemanden, der seine kreative Ader ausleben möchte &#8211; was ja an sich auch nicht schlecht ist. Inhalte und Features werden unkontrolliert angehängt oder eingebaut &#8211; wo es gerade passt. Eine konsistente Navigation oder Bezeichnung sucht man hier vergebens. Hinzu kommt eine regelmäßige Umstrukturierung innerhalb der jeweiligen Firma, so dass die abteilungsorientierte Navigation, die letztes Jahr noch so einleuchtend schien, ein Jahr später schon keinen Sinn mehr macht. Hat man sich dann endlich auf verständliche Begriffe in der Navigation geeinigt, kommt ein gut gemeinter Vorschlag aus dem Management und schon sind die neuesten Buzz-Words in der Hauptnavigation.</p>
<p>Es liegt in der Natur des Intranets, dass man auch kaum schauen kann, wie es andere machen. Jeder kennt meist nur das eigene Intranet und da wird das Rad eben immer wieder neu erfunden. Intuitive Navigation kommt halt nicht von selbst und die Kosten eines schlecht bedienbaren Intranets sind oft wesentlich höher als man denkt. Nutzer denken meist in Aufgaben und Aktionen und nicht in Organisationsstrukturen und Hierarchien. Eine effektive Informationsarchitektur muss das Mentale Modell des Anwenders wiederspiegeln und nicht das Implementierungsmodell einer Software oder, im Fall des Intranets, einer Organisation.</p>
<p><strong>Welche Webseiten sind für dich herausragende Beispiele einer guten Informationsarchitektur?</strong></p>
<p>Gerne würde ich hier die Webseite unserer <a href="http://www.iakonferenz.org">Konferenz für Informationsarchitektur</a> (IA Konferenz) positiv erwähnen, aber die befindet sich mal wieder im Umbau (die nächste Konferenz steht vor der Tür). Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Jede Webseite die mir hilft, mein Ziel zu erreichen und das zufriedenstellend zu erledigen, weshalb ich zu dieser Webseite gekommen bin, hat zumindest keine schlechte Informationsarchitektur. Eine verständliche Navigation, eine gut funktionierende Suche und eine verständliche Struktur runden das Bild jeder guten Informationsarchitektur ab.</p>
<p><strong>Gibt es noch Fragen, die du gern beantworten würdest?</strong></p>
<p>Hm, keine Fragen &#8211; aber Hinweise. Die Informationsarchitektur ist ein faszinierendes, interdisziplinäres Betätigungsfeld. Gute Informationsarchitektur kann nur in einem motivierten, facettenreichen Team entstehen. Ich habe das Glück, Teil eines solchen Teams zu sein. Es gibt übrigens mehrere gute Anlaufstellen für an Informationsarchitektur Interessierte: da ist natürlich zum einen das Internationale <a href="http://www.iakonferenz.org">Institut für Informationsarchitektur</a>. Dann gibt es unsere jährliche Deutsche <a href="http://www.iakonferenz.org">IA Konferenz</a> und hier in Berlin beispielsweise das after work networking event <a href="http://berliniacocktailhour.blogspot.com">Berlin IA Cocktail Hour</a>. Die IA Community ist recht groß, weltweit organisiert und immer offen für Neues. Wer jetzt neugierig geworden ist: Ich stehe gerne für weitere Fragen zur Verfügung (<a href="http://jan.jursa.myopenid.com">OpenID: Jan Jursa</a>). Vielen Dank für die interessanten Fragen und die Möglichkeit hier ein wenig über IA plaudern zu können.</p>
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