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	<title>Besser 2.0 &#187; Corporate Social Network</title>
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		<title>Soziale Netzwerke im Unternehmen: Warum XING das falsche Vorbild ist</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 11:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Social Network]]></category>
		<category><![CDATA[enterprise 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Intranet 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Social Intranet]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Wir bräuchten so etwas wie XING im Unternehmen!“ – diese Idee hat wohl schon den einen oder anderen Unternehmenslenker hellauf begeistert. Aktuelle Profile von allen Mitarbeitern mit voller Transparenz &#8220;wer wen kennt&#8221; – das muss er doch sein, der Schlüssel zu „Wenn wir nur wüssten, was wir alles wissen&#8230;“!</p>
<p>Klingt vielversprechend. Doch Vorsicht: wie so oft, wenn sich gestandene Web 2.0 Anwendungen (wie z.B. schon die  Wikipedia) auf den Weg ins Unternehmen begeben, ändern sich die Regeln. So auch bei sozialen Netzwerken. Der Hauptnutzen von XING ist, Menschen zu bestimmten Themen zu finden, gegenseitig zuzustimmen, sich zu vernetzen und das so enstehende Netzwerk dann pflegen zu können. Und dieses Netzwerk funktioniert vollkommen unabhängig von derzeitigen oder zukünftigen Arbeitgebern. Bei einer ständig steigenden Zahl von Beschäftigungsverhältnissen im Laufe eines Arbeitslebens ein starkes Argument.</p>
<p><strong>Was ist im Unternehmen anders?</strong></p>
<p><strong><span id="more-144"></span></strong></p>
<ul>
<li>Der Zugriff auf die aktuellen Kontaktkoordinaten eines Kollegen wird mit dem Mitarbeiterverzeichnis angeboten. Ich kann jederzeit einen Kollegen kontaktieren, ohne mich vorher mit ihm vernetzen zu müssen. Organigramme helfen bei der Suche nach den richtigen Ansprechpartnern, im Zweifel (darf man sich) durchfragen.</li>
<li>Wer sich trotzdem durch gegenseitige Zustimmung vernetzen will, muss sich schon fragen, warum er das tun möchte. Besondere Privilegien in der Kontaktaufnahme sollten jedenfalls nicht herausspringen, denn dann kommen schwierige Diskussionen auf („Warum bis du mit dem vernetzt und nicht mit mir“). Und überhaupt: Mit welcher Begründung könnte ein Geschäftskontakt im internen XING abgelehnt werden?</li>
<li>Der Trend einer Verbindung aller Netzwerkknoten untereinander besteht umso stärker je kleiner das Unternehmen ist. Zudem ist es wenig informativ zu sehen, dass Herr Meier mit Frau Müller bekannt ist. Kennen sie sich einfach von früher, haben sie gemeinsam eine Schulung besucht oder sind sie im gleichen Projekt tätig?</li>
<li>Auf  der externen Plattform bin ich zusätzlich mit alten Schulfreunden, externen Partnern und Kunden vernetzt. Ein guter Grund, dort meine Kontaktdaten zu pflegen. Weitere Motivation ist, die Möglichkeit zu nutzen, trotz Anstellungsverhältnis auf dem Arbeitsmarkt präsent zu sein und ständig seinen Marktwert zu testen. Das motiviert, ein möglichst attraktives Profil zu hinterlegen und dieses auch aktuell zu halten. Wenn Angebote kommen, hat man ja immer die Freiheit abzulehnen. Man kann also nur gewinnen. Die Motivation für ein aktuelles Profil im Unternehmen sieht oft ganz anders aus: Die gut gepflegten Daten eines Experten führen oft nicht zu tollen Angeboten, sondern zu noch mehr Arbeit mit (viel schwieriger abzulehnenden) fachlichen Anfragen.</li>
<li>Zum Schluss das vielleicht schlagenste Argument, das keiner gerne hört: Wer im Unternehmen jemanden trifft, mit dem er mittel- und langfristig auf jeden Fall Kontakt halten will, der wird sowieso XING, LinkedIn oder Facebook benutzen&#8230;</li>
</ul>
<p>Also keine Chance für Soziale Netze und mehr Transparenz im Unternehmen? Was kann Soziale Vernetzung im Unternehmen bedeuten? Die folgenden Punkte zeigen Ansätze, wo der Mehrwert liegen kann:</p>
<p><strong>1. Nicht XING ist das Vorbild, sondern Twitter.</strong></p>
<p>Das Twitter „Follower-Prinzip“ lässt sich auch innerhalb des Unternehmens umsetzen. Ich kann Kollegen folgen, sei es, weil wir zusammen ein Projekt bearbeiten, ich sie als Experten schätze oder weil wir an ähnlichen Themen arbeiten. Es bedarf keiner gegenseitigen Rückversicherung, ich kann also auch einfach aufhören jemandem zu folgen, wenn z.B. das Projekt vorbei ist. Das bildet besser unseren eigentlichen Arbeitsprozess ab – je nachdem woran wir gerade arbeiten, haben wir mit verschiedenen Menschen unterschiedlich intensiv zu tun. Das ändert sich aber über die Zeit und diese Dynamik sollte ein soziales Netz im Unternehmen auch abbilden. Verbindungen können auch wieder gelöscht werden.</p>
<p><strong>2. Dynamische Aktivitäten statt bloße Kontaktinformationen. </strong></p>
<p>Von den Kollegen, mit denen ich vernetzt bin, erhalte ich neben den statischen Profilinformationen (die durchaus individuell gepflegt werden) einen Activity Stream über deren Aktionen und Arbeiten. Dazu gehören auch Infos, welche Dokumente erstellt wurden, welche Wikiseiten geändert, welche Kommentare geschrieben. Diese Art der Vernetzung macht nur Sinn, wenn das Soziale Netzwerk keine alleinstehende Plattform ist, sondern eine enge Integration mit allen Anwendungen besteht, auf denen tatsächlich zusammengearbeitet wird. Im besten Fall sprechen wir über eine einzige Plattform – die Effekte der Integration zahlen sich hier ohne besonderen Aufwand am schnellsten aus (eine Tag-Welt, konsistente Verlinkung, übergreifende Suche, alle Aktivitäten der Nutzer aus einer Quelle).Eine Reihe von Anbietern folgen genau diesem Prinzip – so z.B. Atlassian mit den neuen Social Networking Features in Confluence 3.0, Jive SBS 3.0 (Siehe Screenshot unten als Beispiel), Lotus Connections oder im Microsoft Sharepoint 2007 kann ich Kollegen folgen und sehe dann deren Aktivitäten.</p>
<p><em>Beispiel Jive &#8211; ich folge zwei Kollegen und sehe jederzeit deren Aktivitäten.</em></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-150" title="Jive" src="http://www.projektmanagement20.de/wp-content/uploads/2009/07/Jive-544x400.jpg" alt="Jive" width="544" height="400" /></p>
<p><strong>3. Strukturen.</strong></p>
<p>Wer sind die Kollegen, wer ist der Vorgesetzte? Wichtig neben der Aufbauorganisation  sind Projektorganisationen und weitere Strukturen. Viele Unternehmen tun sich schwer, diese im Überblick und  aktuell zu halten und in einer interaktiven und leicht navigierbaren Form zur Verfügung zu stellen. Wie wäre es denn, das in einem Sozialen Netzwerk darzustellen und dezentral zu pflegen? Vorteil neben der Aktualität, wären auch weniger Probleme mit dem Betriebsrat, da hier eine freiwillige Pflege durch die Mitarbeiter erfolgt. Eine &#8220;offizielle&#8221; Pflege der Zuordnungen kann ja nach wie vor z.B. im SAP HR erfolgen.</p>
<p><strong>4. Personen taggen. </strong></p>
<p>Wertvoller als die Information, dass jemand Teil meines Netzwerks ist, sind die die Themen, die mich mit der Person verbinden. Ich gebe also Kollegen Tags wie &#8220;Projektmanagement&#8221; oder &#8220;SAP HR&#8221; oder &#8220;Moderation&#8221;. Das eigene Netzwerk pflegt also (teilweise) mein Skillprofil und macht es damit nicht nur aktueller und vielschichtiger, sondern auch glaubwürdiger.</p>
<p><strong>5. Gepflegtes Skillprofil vs. „Aggregiertes Skillprofil“.</strong></p>
<p>Ein ganz konkreter Anwendungsfall des Prinzips „Menschen hinterlassen Spuren im System“. Wer Menschen und Themen verbinden und Experten finden will, der  braucht kein internes XING, sondern eine Plattform auf der möglichst alle intensiv ihren Job erledigen (Spuren hinterlassen) und eine gute Suche, die all diese Spuren (Kommentare, Dokumente, Blogeinträge,…) findet und transparent macht (Siehe Screenshot unten als Beispiel). Das „Aggregierte Skillprofil“ ist nichts anderes als eine Ansammlung all dieser Aktionen und kann als eine aktuellere und detailliertere Ergänzung  klassischer Skillprofile gesehen werden. Für mich der wichtigste Punkt, der aber nur funktionieren wird, wenn die Plattform für die (Projekt)Arbeit und weitere ganz konkrete Anwendungsfälle so attraktiv und einfach zu benutzen ist, dass ein großer Teil der Mitarbeiter tatsächlich auch darauf zurückgreift.</p>
<p><em>Beispiel der neuen T-Systems MMS Suche (Beta) &#8211; zu jeden Suchbegriff werden  die passenden Autoren gefunden.</em></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-152" title="Suche" src="http://www.projektmanagement20.de/wp-content/uploads/2009/07/Suche1-600x291.jpg" alt="Suche" width="600" height="291" /></p>
<p><em>Erster Prototy der MMS für eine Visualisierung von Vernetzung zwischen Mitarbeitern, Bereichen und Themen &#8211; wird zukünftig direkt von der Suche gespeist und erlaubt ein intuitives &#8220;Entdecken&#8221; und Navigieren im internen Netzwerk. </em></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-162" title="Confluence Visualization" src="http://www.projektmanagement20.de/wp-content/uploads/2009/07/Confluence-Visualization-547x400.jpg" alt="Confluence Visualization" width="547" height="400" /></p>
<p>Versuchen wir also den Spies umzudrehen: Nicht ich bestimme mein Netzwerk indem ich Kollegen als Kontakte definiere, sondern durch meine Arbeit bin ich Knoten im sozialen (Unternehmens-)Netz und durch Verbindungen und fachliche Bewertung wird dessen Rolle bestimmt.</p>
<p>Danke an Simone Happ für Ihre Ideen und Anmerkungen zu diesem Beitrag.</p>
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		</item>
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		<title>Telekom Barcamp &#8211; das Erste</title>
		<link>http://www.besser20.de/telekom-barcamp-das-erste/74/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 19:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Social Network]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern fand in Bonn das erste Telekom Barcamp statt. Hauptanlass war sicher das neue Telekom Wiki, aber es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von bemerkenswerten Enterprise 2.0 Aktivitäten im Konzern: Corporate Social Network, Blogplattform, Telekom Xing Gruppe (die viertgrösste Gruppe überhaupt bei Xing)… Interessant fand ich auch das Projekt Reverse Mentoring 2.0 bei dem Praktikanten, Werkstudenten oder junge Mitarbeiter (die sogenannten Digital Natives) dem Top-Management das Thema 2.0 näherbringen. Schöne Idee zum Thema Kulturveränderung.<br />
Das Barcamp selbst war noch nicht so locker wie man das von diesen Veranstaltungen sonst kennt; die Krawatten waren selbst zu später Stunden noch gefühlt in der Mehrzahl. Es gab aber schon eine Twitter Wall (#tbar08) und die Organisation selbst fand komplett im neuen Wiki statt.<br />
Ein deutliches Zeichen für den Stellenwert der gestarteten 2.0 Aktivitäten war der Besuch von T-Systems Chef Reinhard Clemens, der nicht nur für eine kurzen Stippvisite vorbeikam, sondern diese Gelegenheit nutzte, um ausführlich mit den Teilnehmern über Perspektiven und Chancen der Telekom zu diskutieren. Auch ein Zeichen zur Kulturveränderung, dass bei allen Teilnehmern richtig gut ankam. Alles in allem ein spannender Abend – wir freuen uns auf das nächste Mal!</p>
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