Agiles Projektmanagement: Viele Stolpersteine in der Praxis
Ein Vortrag von Jutta Eckstein, it Consulting, zum Thema “Agiles Projektmanagement” stand gestern auf dem Programm. Ihre Enleitung war treffend und widerspiegelt wohl auch die Erwartungshaltung von uns und unseren Kollegen “Agilität ist wie Teenage Sex – Alle reden darüber, doch keiner weiss, wer es wirklich praktisch macht.”
Die Grundrinzipien und Leitlinen sind schnell umrissen (siehe auch hier) und mit gesundem Menschenverstand gut nachzuvollziehen:
- Individuals and Interactions over Processes and Tools
- Working Software over Comprehensive Documentation
- Customer Collaboration over Contract Negotiaion
- Responding to Change over Following and Plan
‘Anleitung zum Handeln’ – Teil 3 der Wissensmanagement-Trilogie soll Enterprise 2.0 greifbar machen
Unsere Betrachtung zum “Neuen Wissensmanagement” begann mit der Feststellung, dass Social Software gewaltiges Potential zum optimalen und gezielten Wissensaustausch birgt. Doch die Wirkprinzipien des Internet sind nicht unreflektiert ins Unternehmen zu übertragen: Die Nutzung der Wiki-Technologie garantiert noch nicht den Erfolg und die Nutzerzahlen von Wikipedia. Wichtig ist, dass die Tools verknüpft mit der täglichen Arbeit genutzt werden und die Kommunikationskultur zu Offenheit und Wissensaustausch motiviert. Soweit Theorie, Philosophie und Erfahrungen.
Teil 3 gibt nun konkrete Handlungsanweisungen, um die Theorie praktisch umzusetzen. Im Kern geht es dabei um Integration, die sowohl auf organisatorischer, auf technischer als auch auf kultureller Ebene Aktionen und Strategien verlangt. Wir stellen fest: Wissensmanagement wird zum Element aller Unternehmensprozesse. Dieser Wandel schließt nicht ab, sondern – entsprechend dem Web2.0-Prinzip „Perpetual Beta“ - erfindet sich Unternehmen immer wieder neu.
Die angekündigte Trilogie endet damit. Feedback, Kommentare und Zugriffszahlen haben uns unglaublich überrascht. Dafür noch einmal großen Dank. Doch nun lassen Sie uns “handeln”.
‘Die Entdeckung des Menschen’ – Teil 2 der Wissensmanagement Präsentation verfügbar
Nachdem wir letzte Woche Teil 1 zum Thema “Wissensmanagement im Enterprise 2.0″ veröffentlicht haben, gab es eine ganze Menge Feedback in Blogs und bei Twitter und im Slideshare und natürlich auch direkt. Das ist gerade der beste Beweis, wie motivierend Publikum ist. Vielen Dank für alle Reaktionen. Wir sind auf weitere Diskussionen gespannt…
Teil 2 heißt ”Die Entdeckung des Menschen” und wirft einen Blick auf konkrete Einsatzszenarien von Social Sofware im Unternehmen. Wichtig ist, zu verstehen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und dass Wissensmanagement immer nur Teil unserer täglichen Arbeit sein kann. Doch die phantastischen Möglichkeiten von Social Software im Unternehmenseinsatz lassen sich nur durch die bewusste Gestaltung kultureller, technischer und organisatorischer Rahmenbedigungen zu nachhaltigem Leben erwecken.
PS: Es gab einige Anfragen zu einer englischen Version. Wir sind schon dabei diese zu erstellen und informieren darüber hier im Blog.
Telekom Barcamp – das Erste
Gestern fand in Bonn das erste Telekom Barcamp statt. Hauptanlass war sicher das neue Telekom Wiki, aber es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von bemerkenswerten Enterprise 2.0 Aktivitäten im Konzern: Corporate Social Network, Blogplattform, Telekom Xing Gruppe (die viertgrösste Gruppe überhaupt bei Xing)… Interessant fand ich auch das Projekt Reverse Mentoring 2.0 bei dem Praktikanten, Werkstudenten oder junge Mitarbeiter (die sogenannten Digital Natives) dem Top-Management das Thema 2.0 näherbringen. Schöne Idee zum Thema Kulturveränderung.
Das Barcamp selbst war noch nicht so locker wie man das von diesen Veranstaltungen sonst kennt; die Krawatten waren selbst zu später Stunden noch gefühlt in der Mehrzahl. Es gab aber schon eine Twitter Wall (#tbar08) und die Organisation selbst fand komplett im neuen Wiki statt.
Ein deutliches Zeichen für den Stellenwert der gestarteten 2.0 Aktivitäten war der Besuch von T-Systems Chef Reinhard Clemens, der nicht nur für eine kurzen Stippvisite vorbeikam, sondern diese Gelegenheit nutzte, um ausführlich mit den Teilnehmern über Perspektiven und Chancen der Telekom zu diskutieren. Auch ein Zeichen zur Kulturveränderung, dass bei allen Teilnehmern richtig gut ankam. Alles in allem ein spannender Abend – wir freuen uns auf das nächste Mal!


