Prezi als Lösung für wirklich “andere” Präsentationen
In meinem Artikel vom 05.07.2010 stellte ich Tools vor, die Powerpoint und Keynote-Präsentationen aufwerten können. Johannes Egenolf hatte in den Kommentaren zu diesen Post Prezi als “Super Software für wirklich andere Präsentationen” angepriesen. Am vergangenen Mittwoch bot sich mir beim Twittwoch Sachsen in Dresden die Möglichkeit, Prezi einmal auszuprobieren.
Das Thema, über das ich berichtet habe, lautete “(In)Corporative Blogging”. Nicht ganz grundlos hatte ich diese Überschrift gewählt, denn ich wollte gern unseren Besser 2.0 Blog vorstellen, der zwar von Kollegen der T-Systems Multimedia Solutions betrieben wird, allerdings nicht als ein offizieller Unternehmensblog auftritt.
Das Ergebnis dieser Präsentation möchte ich gern als Beispiel für eine Präsentation mit Prezi vorstellen und bin sehr gespannt auf Erfahrungsaustauch und Feedback von Nutzern, die ebenfalls Prezi im Einsatz haben.
Unsere Gedanken zu den “10 Tipps zum Einstieg” ins Social Web des BVDW
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat am 19.07.2010 das Dokument „Messbarer Erfolg im Social Media Marketing – 10 Tipps für den Einstieg“ veröffentlicht: (Download hier)
Der Leitfaden behandelt – wie es der Name schon erahnen lässt – vor allem marketingrelevante Belange des Web 2.0 und deren Erfolgsmessung. Meines Erachtens verbergen sich hinter den 10 Tipps kaum Neuigkeiten, die nicht schon in vielen Büchern, Blogeinträgen, Vorträgen und Veröffentlichungen thematisiert wurden. Schön ist es dennoch, gerade für die im Titel adressierten Einsteiger, eine Zusammenfassung zu beachtender Schritte im Social Web zu haben.
Auch wenn der Titel ganz klar darauf hindeutet, dass es sich um ein Paper über Marketingaktivitäten handelt, so möchte ich an dieser Stelle
nicht den Atem verlieren, davor zu warnen, das Web 2.0 einzig als Marketingkanal zu bedienen und den Erfolg allein an quantitativen Kennzahlen zu messen. Die für mich absolut hervorzuhebenden Erfolgskriterien verbergen sich – leider etwas spät – in Punkt 10.
“Berücksichtigen Sie Erfolgsfaktoren von Social Media Kampagnen”
Im Text zu diesem Tipp wird näher auf diese Erfolgsfaktoren eingegangen und ich möchte ausgewählte an dieser Stelle beleuchten und kritisch hinterfragen.
Pimp my presentation – mit diesen Tools werden Powerpoint oder Keynote Präsentationen zum Blickfang
Eine gute Präsentation ist die halbe Miete.
Wie oft haben wir diesen Satz schon gehört…? Angenommen, diese halbe Miete setzt sich zu einem Teil aus dem Inhalt und zu einem weiteren Teil aus der grafischen Aufbereitung der Präsentation zusammen; dann helfen die hier aufgeführten Tools bestimmt, die nächste Powerpoint oder Keynote (und natürlich alle weiteren) Präsi zu einem echten Eyecatcher zu machen. Entstanden ist diese Sammlung von Tools und Methoden durch die Kollegen in unserem Social Intranet und wir möchten sie den Lesern von besser20.de nicht vorenthalten. Für die andere Hälfte der Miete muss der Präsentierende durch seinen Vortragsstil dann selbst sorgen.
Wir freuen uns über jeden Hinweis und Kommentar, ganz sicher befinden sich in den Weiten des World Wide Web noch weitere schöne Tools, die wir in diese Tabelle (und natürlich auch in die in unserem TeamWeb) aufnehmen können.
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Name |
Beschreibung |
| Ein Screenvideorecorder, der die Aktivitäten auf dem Bildschirm filmt und in eine Datei abspeichert, die sich in Powerpoint oder Keynote einbetten lässt. | |
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Tools, die aus beliebigen Texteingaben Artikel in Zeitungen kreieren und sie dann in das Layout einer Zeitung einbettet. Schön zur Darstellung von wichtigen Stichpunkten. |
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Ein Tool, das beliebige Inschriften in einen Grabstein |
Studie: Wie agiles Projektmanagement funktionierende Teams formt
Agiles Projektmanagement oder doch lieber den alt bewährten Weg? Diese Frage wird intensiv in der IT-Community diskutiert – dabei geht es oftmals vor allem um agile Methoden wie z.B. Scrum oder agile Praktiken wie beispielsweise Collective Code Ownership und Stand-Up-Meetings.
Was bringt agil? – hier zeigen wir, dass Agilität einen positiven Effekt auf die so wichtige Teamentwicklung in Projekten hat. Basis für diese Aussage ist einer Untersuchung von 190 Softwareentwicklungsprojekten, welche ich im Rahmen meiner Diplomarbeit, in Zusammenarbeit mit Eberhard Huber durchgeführt habe.
Von der Gruppe zum Team
Menschen, die in einem Projekt zusammen arbeiten, bilden zwar immer eine Gruppe, aber nicht zwangsläufig auch ein Team. Warum diese Unterscheidung?
Am Anfang eines Projektes erfolgt zunächst die Zusammenstellung eine Projektgruppe. Um von einer Gruppe oder auch von „echter“ Gruppenarbeit zu sprechen, gibt es z. B. folgende Bedingungen: Mehr lesen …
Versicherung 2.0 – wo liegen die Potentiale von Web 2.0 für Versicherungen?
Wie viele andere Branchen, fragen sich natürlich auch die Versicherungen, was das Web 2.0 für Ihr Geschäftsmodell bedeutet. Ich durfte zu diesem Thema vor einiger Zeit beim Versicherungsforum Leipzig vor einer Gruppe von ca. 25 Versicherern sprechen und rege diskutieren. Ergebnisse dieser Diskussion will ich hier im Folgenden mit darstellen und verwenden.
Interessant wird die Betrachtung durch ein Spannungsfeld, das zwischen Versicherern, Ihren Kunden und den entweder abhängigen oder freien Maklern entsteht. In der Überlappung dieser drei Elemente entstehen eine Reihe von Schnittpunkten und Flächen und es liegt die Frage nahe, ob und wie Web 2.0 in den einzelnen Flächen eine Rolle spielen könnte.

Ich habe dieses Bild auch am Anfang meines Workshops aufgelegt und danach die 25 Teilnehmer gebeten, drei Punkte auf diejenigen Flächen zu verteilen, die Ihrer Meinung nach die höchste Relevanz im Bereich Web 2.0 besitzen. (ca 25% der Gruppe waren Direktversicherer, der Rest arbeitet mit Maklern zusammen) Das Ergebnis sah folgendermaßen aus: Mehr lesen …
Intranetkultur = Internetkultur oder: Wenn Knigge ein Intranet genutzt hätte…
…hätte er Groß- und Kleinschreibung beachtet? Hätte er seine Texte nach dem Verfassen nochmals Korrektur gelesen? Hätte er Beiträge mit Fehlern ignoriert oder darüber hinweggesehen? Ein Standpunkt zum Schreibstil im Intranet.
Rechtschreibfehler und ihre Auswirkungen
Als ich heute Morgen meinen Wochenbericht in unserem Intranet veröffentlichen wollte, sind mir bei der Texteingabe einige Fehler unterlaufen, die ich beim Korrekturlesen allerdings noch behoben habe. Statt diese Unkonzentriertheiten einfach auf die recht frühe Uhrzeit zu schieben, habe ich mir mal Gedanken über den Schreibstil im Intranet gemacht.
Bei der Suche nach häufig gemachten Fehlern (Frequently made mistakes [FMM]) bin ich durch Suche nach dem Begriff „Porjekt“ immerhin auf folgende Treffer gestoßen:

Klar, Fehler in unserer täglichen Arbeit können passieren, gerade Rechtschreibfehler scheinen im Vergleich zu Fehlern bspw. eines Chirurgen total banal. Was bedeutet aber ein Rechtschreibfehler für das Intranet? Nun, an erster Stelle einmal, dass die Suche nach dem korrekten Begriff „Projekt“ wohl nicht diese – womöglich sehr hilfreichen – Treffer angezeigt hätte. Also nehmen die geistigen Ergüsse der Autoren nicht Teil am Wissensmanagement und enthalten den Intranetbenutzern trotz aller guten Absichten vielleicht entscheidendes Wissen vor. Ein finaler Rechtschreibkorrekturblick auf die verfassten Zeilen bietet sich also schon aus reinen Nutzengründen an.
GROß oder klein?
CFP: Chief Social Media Officer-Workshop auf der Informatik2010 in Leipzig
Immer mal wieder haben wir an dieser oder vor allem jener Stelle darüber nachgedacht, dem Web2.0 im Unternehmen und vice versa einen strategischen und institutionellen Anstrich zu geben in Form (oder Farbe) eines zentralen Verantwortlichen im Unternehmen, dem Chief Social Media Officer. Das Echo darauf war durchaus bunt; die Palette der Kommentare reichte von „ja unbedingt“ bis „another manager“.
Doch wenn man derzeit ein wenig die Augen öffnet, entdeckt man erste ähnliche Positionen, beispielsweise als „Head of Social Web“ oder „Head of Social Media“ in den großen Konzernen.
Um die Diskussion nun weiter aufzuspannen, Ideen zu wecken und das Profil eines solchen Verantwortlichen zu schärfen, haben Prof. Karsten Wendland, Frank Wolf und ich einen Workshop mit dem Titel: Service Engineer, multidisziplinärer Allrounder oder Erfüllungsgehilfe auf Abruf? Der „Chief Social Media Officer” auf der nächsten Informatik2010 initiiert. Es geht uns dabei nicht nur um „bekannte“ Diskussionsthemen wie das Einführen von Social Tools im Unternehmen oder dem richtigen Kommunikationsangang, sondern auch um
- Führung2.0 – Wie ändert sich der Führungsstil durch die social-Welt? (siehe auch aktuelle Umfrage von Stephan Grabmeier dazu)
- Veränderungs-Prozess: Vor welchen Aufgaben steht ein Unternehmen, welches sich in die 2.0-Umgebung begibt
- Wie eng gehören die Rollen von Intranet- und Internetverantwortlichen zusammen?
Zweifelsohne ein sehr spannendes Feld, deswegen an dieser Stelle der Aufruf zur Beteiligung: Der CFP läuft bis zum 9.5.2010, das Programmkomitee und wir freuen uns auf zahlreiche Workshopbeiträge!
Service Engineer, multidisziplinärer Allrounder oder Erfüllungsgehilfe auf Abruf? Der „Chief Social Media Officer” (CSMO’10): Workshop auf der Informatik 2010, Leipzig, 28.9.2010. Frist für die Einreichung von Beiträgen: 9.5.2010: http://www.csmo10.de
Die Evolution von Social Software im Unternehmen: das Ende der reinen Wikis
Einen Evolutionsartikel kann man nicht anders beginnen als mit einem Zitat von Charles Darwin:
Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
Wer auf den wachsenden und immer unübersichtlicher werdenden Markt für Social Software Lösungen und deren Anwendungsbereiche im Unternehmen blickt, der fragt sich zwangsläufig was denn davon auf Dauer Bestand haben wird. Wir werden ohne Zweifel darüber in 5 Jahren viel schlauer sein und wissend und sicher auch schmunzelnd auf die gegenwärtigen Enterprise 2.0 Diskussionen zurückschauen. Nun,
Ohne Spekulation gibt es keine neue Beobachtung. (auch ein Darwin Zitat),
deshalb im folgenden einen kurze Spekulation über die Zukunft von Social Software im Unternehmen.
Basis meiner Spekulation sind 2 grundsätzliche Erkenntnisse oder Behauptungen:
1. Das grosse Potential und der Nutzen von Social Software liegt in der Vernetzung von Informationsobjekten wie Personen (Profilen) und Inhalten (Wikiseite, Blogpost, Dokumente, Prozesse..) durch Links, Tags, Suche, Navigation oder Feeds. Diese Integration ist die Basis für die „Entdeckbarkeit“ von neuem Wissen und Zusammenhängen und den geheimnisvollen Vorgang, den Andrew McAfee im Zusammenhang mit Enterprise 2.0 Emergenz nennt.
2. Social Software Anwendungen wie Wikis, Blogs, Foren oder Microblogs sind in ihrer Funktionalität zu einfach und einander funktional zu ähnlich, als das sie einen Einsatz als alleinstehendes und damit in die IT Gesamtlandschaft zu integrierendes System rechtfertigen könnten. Bei erhöhter Komplexität des Unternehmens ist es langfristig sinnvoller, diese Funktionalität bestehenden Anwendungen wie CMS oder CRM hinzuzufügen oder in einer Social Software Suite zusammenzuführen. Aus dem Tool wird ein Feature.
Die Konsequenz aus diesen beiden Einsichten führt zu diesem Bild:

Studie: Der Stand von Enterprise 2.0 im deutschsprachigen Raum
Enterprise 2.0 schafft mittlerweile auch hierzulande den wichtigen Sprung von den Whitepapers, Konferenzen und Trendbüchern in die tatsächliche Unternehmenswirklichkeit. Sicher, dort ist es in vielen Fällen als “Wikipedia im Unternehmen-Bettvorleger” gelandet, aber die neue Untersuchung von Centrestage basierend auf 72 Fallstudien zeigt, dass sich mittlerweile nachhaltigere Anwendungsgebiete wie Interne Kommunikation, Ideenmanagement oder Projektmanagement durchgesetzt haben. Der dominierende Anwendungsfall heisst jedoch Wissensmanagement und Wissensmanagement allein scheint in seinem Ansatz eigentlich viel zu breit und unklar definiert, als das es für einen guten und allgemeingültigen Anwendungsfall ausreichen würde. Der Umgang mit Wissen steht doch immer im Zusammenhang mit spezifischen Aufgaben, wie z.B. Dokumentation, Projektmanagement, CRM, Ideenmanagement etc., und sollte nicht um seiner selbst Willen passieren.
Ein besonderes Lob für ein merkenswertes Zitat zum Thema Betriebsrat und Enterprise 2.0, das wir uns für die nächste einschlägige Diskussion – und die kommt bestimmt
– auf jeden Fall behalten sollten:
Eigentlich müsste in den Unternehmen der Betriebsrat eine Enterprise 2.0 Bewegung sehr unterstützen. Typische Forderungen der Betriebsräte wie Mitarbeiterpartizipation, Demokratisierung, Selbstorganisation, Lernprozesse, unternehmensweite und abteilungsübergreifende Kooperation und Kommunikation werden durch Enterprise 2.0 nicht nur unterstützt, sondern vielfach erst realisierbar.
Fazit: Eine schöne konsolidierte Sicht auf den deutschsprachigen Enterprise 2.0 Raum und eine gute und hilfreiche Zusammenfassung für Entscheider.
Schwimmen nicht filtern – Vom Umgang mit der Informationsflut
Ein Interview mit vielen Aha-Effekten. Das ist kein Wunder, denn der Befragte heißt Peter Kruse und ist das gefühlte Zentrum der Weisheit wenn es um die aktuellen netzwerkzentrierten Entwicklungen des Internets geht. Ein großer Teil des Interviews dreht sich um den Umgang mit der beständig steigenden Informationsflut und den Umgang mit dieser. Eine der wichtigsten Aussagen zum konkreten Umgang mit vielen Informationen ist für mich diese:
Kruse: Schwimmen, nicht filtern. Dann spürt man die Strömung, die Dynamik der Welt. Wenn jemand anfängt zu twittern, frag ich mich immer: nutzt er Twitter als PR-Instrument, will er kontrollieren oder will er wirklich mitschwimmen, möchte er Teil dieser Dynamik werden? Es geht darum, angekoppelt zu sein, es geht um die Lust an der Unkalkulierbarkeit. Es ist eine Form zu leben, anstrengend aber anregend – eine Bereicherung. Wer „Herr oder Frau der Lage“ bleiben will, für den ist das Internet inzwischen ein sehr unangenehmes Medium. Wer einen Ameisenhaufen aufräumen möchte, wird sich schnell überfordert fühlen. Wer aber beobachtet, welche Wege die Ameisen gehen und wie sie ihren Staat organisieren, für den ist das ein faszinierendes Geschehen. Aber, wem es dennoch auf Dauer nicht gelingt, Muster zu erkennen, der läuft Gefahr einfach ins driften zu geraten. Das verbraucht nur viel Zeit und bringt nichts und ist noch am ehesten der unproduktiven Gedankenflucht in einem psychotischen Schub vergleichbar.
Wer im Internet alles zu seinem noch so kleinen Nischenthema lesen will, wird wahnsinnig. Entweder er bekommt zu wenig Schlaf oder er hat ständig das Gefühl die entscheidende Information zu verpassen. Der notwendige Perspektivwechsel ist mit „Schwimmen, nicht filtern, aber auch nicht driften“ auf den Punkt gebracht.
Spannend wird in dem Zusammenhang aber die Welt des Web 2.0 im Unternehmen. Wer Social Software für Projekte oder übergreifende Gruppenarbeit nutzt, der will und muss teilweise 100% der Informationen bekommen und lesen. Im Unternehmen wird es also eine Mischung aus „100%“ Inhalten (Filtern) und „Kann“ (Schwimmen) Inhalten geben, die über die gleiche Plattform laufen. Ein Weg so etwas zu organisieren, sind getrennte Feeds und Widgets, die dann mit unterschiedlichen Prioritäten gelesen und bearbeitet werden können.



